#grlpwr

Gestern war der Welt-Frauen-Tag und auch ich möchte meinen Senf dazu geben, weil ich von sehr vielen Frauen inspiriert wurde.

Ich behaupte von mir, dass ich eine starke Frau bin. Ich weiß was ich will, ich kämpfe dafür und ich lasse mir nicht so schnell einen Maulkorb verpassen.

Das liegt sicher u.a. auch daran, das ich in meinem Elternhaus und in meiner Familie ernst genommen worden bin, auch schon als Kind. Meine Meinung war nicht weniger wichtig, nur weil ich ein junges Mädchen war. Deswegen war es für mich ein Schock, als ich das erste Mal mitbekam, dass ich anders behandelt werde, nur weil ich weiblich bin. Das erste Mal das ich nicht mehr als „Kind“ gesehen wurde, sondern als junge Frau, und mich ein Mann blöd angesprochen hat, war als ich ins Teenie-Alter kam.

Ich wollte unbedingt einen Minirock tagen und meine Mutter riet mir davon ab. Ich verstand aber nicht wieso, weil meine anderen Freundinnen auch solche Klamotten in der Schule trugen. Das war einer der einzigen Tage bis heute, an denen ich so etwas Kurzes getragen habe. Mir waren die Blicke so unangenehm, dass ich mich am liebsten nach Hause gebeamt hätte.

Wer mich kennt weiß, dass ich so gut wie nie kurze Röcke oder Kleider trage. Nicht, weil ich kurze Kleidung nicht tragen möchte, sondern weil ich mit den Blicken nicht umgehen kann. Natürlich ist es schmeichelnd, wenn man merkt das die Leute einen „abchecken“, aber man begreift auch schnell ob man gemustert wird, weil dich jemand schön findet, oder weil die Person perverse Gedanken hegt.

Es fängt bei der Kleidung an: hast du etwas Kurzes an, denken viele Männer, dass du ein Objekt bist, über das sie lautstark diskutieren können, ihre Blicke in deine Beine versenken und dir widerlich zuzwinkern dürfen. Sie denken, dass sie das Recht haben, weil du dich doch offensichtlich so angezogen hast, damit du auffällst, nicht weil du das kurze Teil an dir schön findest. Aber ich rede hier nicht nur über Männer. Auch Frauen urteilen gerne mal zu schnell. Hohe Schuhe, kurzes Kleid? „Schlampe“. Den Gedanken sollten wir sofort fallen lassen und uns stattdessen denken: „You go gurl! Work it!“ Wir sollten uns unterstützten, egal ob Minirock oder Kopftuch! Wir sollten was sagen, wenn wir sehen, dass eine von uns blöd angemacht wird.

Auch ich sage dann oft nichts, sondern geh einfach weg, obwohl ich weiß das es falsch ist. Das ich diese Person darauf hinweisen sollte, das ihr Verhalten unangebracht ist. Aber wie ich schon mal geschrieben habe, bekommt man dann oft als Antwort: „Sei doch nicht so zickig.“ oder „Was bist du denn so prüde?“.                                                                                                                              Also Girls, wir sollten daran arbeiten, dass wir uns trauen unseren Mund aufzumachen. Und an alle Männer da draußen die Frauen wegen ihres Aussehens (oder sonst) als Objekt sehen: stellt euch vor, eure Mutter, eure Schwester oder eure Tochter wird so blöd angelabert. Ja genau! Uncool!

 

Ja, über nicht vorhandene Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt, ect. könnte ich jetzt noch Seitenweise schreiben. Stattdessen erzähle ich euch aber noch eine kleine Story die ich letztens erlebt habe:

Ich hatte das Glück, das mir mein Stiefvater sehr viel handwerkliches beigebracht hat und ich alles alleine zusammen bauen kann. Ja, ich kann nicht nur eine Glühbirne wechseln, sondern ich weiß auch wie man einen Bohrer verwendet. Ich war mit meinem Stiefvater im Bauhaus und wir haben uns bei einem Mitarbeiter beraten lassen. Also standen wir dort, unterhielten uns mit diesem sehr netten, scheinbar auch intelligenten Mitarbeiter, bis er meinte: „Ich würde ihnen aber empfehlen, sich das professionell einbauen zu lassen, weil sie brauchen auf jeden Fall eine helfende Hand. Alleine geht das nicht und ich glaube hier 〔Blick in meine Richtung〕bekommen sie eher weniger Hilfe.“ Und lächelte mich zuckersüß an.

Ich dachte echt mir platz der Kragen. Ich wäre am liebsten mit ihm in die Nagel- und Schraubenabteilung gegangen und hätte ihn dort an die Wand genagelt.

Zwei Tage später saß ich bei mir zu Hause. Alleine. Habe meinen neuen Esstisch, meine zwei Sofasessel aufgebaut und ein Regal an die Wand geschraubt. Alleine. Mein Sofa, Flügel, Tisch und Stühle in der Gegend rum geschoben, meine Kommode von dem einen Raum in den anderen geschleppt, und das alles…alleine.

Also, Frau sein bedeutet nicht schwach,  meinungslos, ein Objekt oder weniger Wert zu sein. Wir sind toll, intelligent, stark, schön und wenn wir wollen, können wir alles alleine! Trotzdem ist es natürlich schön, jemanden zu haben der einem hilft. Sei es Frau oder Mann!

 

Wir können stolz auf uns sein, wir sind schon so weit gekommen und sollten immer weiter dafür kämpfen, bis auch der letzte Idiot verstanden hat, dass wir genauso gut und intelligent sind wie Männer. Weil im Endeffekt sind wir alle einfach nur Menschen! Egal welches Geschlecht, Religion, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder Herkunft.

 

Alle nur Menschen die auf unterschiedliche Art und Weise Liebe brauchen! 

      
        

#grlpwr

❤︎Love to all the strong and wonderful women in my life and every single one on this earth! ❤︎


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